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1. Platz Parkterrassen Berlin

Gelebte Urbanität

Mit dem Wohnprojekt „Parkterrassen“ möchten wir die Grundlagen von einem

anderen Wohnen schaffen:

- Wir bauen nachhaltiges Leben.

- Wir setzen auf soziale Begegnungen.

- Wir leben Solidarität nach Innen und nach Außen.

Das partizipative Projekt „Parkterrassen“ wird von allen Bewohnerinnen und

Bewohner aktiv durch Eigenleistung und Engagement getragen.

Die Wertschätzung, die wir in der Gemeinschaft erfahren, ist die treibende Kraft

dafür andere Menschen die Chance zu eröffnen, an einem guten Leben

Teilzuhaben.

Unterstützt wird das durch die sinnstiftende Konzeption des Gebäudes, das

Gemeinschaft fördert und ein neues Gefühl der Zusammengehörigkeit

entstehen lässt.



Städtebau und Architektur

Der Entwurf am städtebaulichen Übergang zwischen Stadt und Park stellt die Freiraumqualitäten

des Seelengrabenparks in den Mittelpunkt seiner Konzeption und

reagiert darauf mit einer maßgeschneiderten Gebäudetypologie.

Inspiriert von der weitläufigen Landschaft des Seelengrabenpark und der charakteristischen

offenen Blockrandbebauung mit ihren Grünflächen im Inneren, wird eine

offene Blockrandtypologie entwickelt, die nach Norden hin die vorhandene Raumkanten

fortführt und vervollständigt und sich nach Süden hin zum Seelengrabenpark

öffnet und so den Blick in die Parklandschaft freigibt. Im Erdgeschoss wird durch ein

offenes Portal das vorhandene fußläufige Wegenetzt aufgegriffen und mittels einer

Treppenrampe über den Innenhof bis zum Park fortgeführt. Es entsteht eine für den

Fußgänger offene und durchlässige Erdgeschosszone, die Freiräume verknüpft und

die Vernetzung zwischen Park und Wohngebiet stärkt.

Indem beide Gebäudeflügel nach Süden hin verjüngt werden, wird das Blickfeld in

Richtung Seelengrabenpark erweitert, der Blick in die Weite der Parklandschaft eröffnet

und nahezu alle Wohnungen optimal belichtet.

Ein von den Loggien umrahmter „Pocketpark“ fungiert als Gemeinschaftsgrün und

zur Unterbringung von Privatgärten.

Ihm vorgelagert werden Flächen für „Urban Gardening“, eine Spiellandschaft für

Kinder und eine Landschaftsbühne, die als kooperativer Raum die Möglichkeit für

spontane Begegnungen und Veranstaltungen bietet.

Ein Café und ein Multifunktionsraum ergänzen das vielfältige Angebot des Wohnprojektes.

Das Park Café mit Cateringküche ist die Verknüpfung zum Park.

Hier bekommen sowohl Passanten als auch Bewohner vom biologischen Mittagsteller

bis zum vegetarischen Catering ein vielfältiges kulinarisches Angebot. Im „offenen Kühlschrank“

stehen„gerettete Lebensmittel“ jedem zur Verfügung.

Der Multifunktionsraum der westlichen Teil des Gebäuderiegels liegt, ermöglicht eine

Mehrfachnutzung:

- Als Co-Working Space für die Bewohner

- Jugendzentren können den Raum für Diskussionsabende nutzen

- Als Raum für Familien & Geburtstagsfeiern.

Die Tektonik des Hauses ist nach dem Prinzip „Harte Schale Weicher Kern“ konzipiert.

Während das Haus nach Norden, Westen und Osten die klaren Kanten seiner Nachbarschaft

aufgreift und so einen städtebaulichen Bezug zu der Umgebenden Bebauung

schafft, reagiert es nach Süden hin mit seiner sich öffnenden und ondulierenden Geometrie

auf die organischen Formen der Parklandschaft.

Ein wellenförmiges „Terrassenregal“ wird den Wohnungen vorgelagert. Es erinnert an

Sitzlogen in einem Theater, und der Seelengrabenpark wird so zur „Bühnenkulisse“.

Die Terrassen sind bewusst als offenes Raumkonzept angelegt.

Bauliche Trennungen gib es nicht, die Übergänge der Terrassen zwischen den Wohnungen

sind fließend, so dass die Kommunikation gefördert wird. Die Bewohner können

aber im Bedarfsfall durch Bepflanzungen zwischen den einzelnen Wohnungen eine

räumliche Zonierung herstellen.

Konstruktives System

Das Haus ist konstruktiv als Holzhybrid konzipiert.

Die Decken bestehen aus Spannbeton-Hohldecken, die bei der Herstellung gegenüber

konventionellen Betondecken die Hälfte an Beton und 80% des Stahls einsparen. Trotzdem

können diese äußerst ressourcenschonenden Decken bei einer Stärke von nur 20

cm Spannweiten von mehr als 7 m überspannen. Die tragenden Bauteile bestehen aus

Stützen. Die vier Treppenhäuser übernehmen die aussteifende Funktion. Die Außenhülle

des Holz-Hybridhauses besteht aus Holzständerwänden mit ca. 30 cm Dämmung und

einer lasierten Holzschalung als Außenhaut.

Erschließung & Entsorgung

Vier Sicherheitstreppenhäuser_Light erschließen ca. 24 Wohnungen pro Geschoß, und

halten sämtliche Grünräume frei von Feuerwehraufstellflächen. Im Norden an der Wittenbergerstraße

wird zur Müllentsorgung ein Unterflursystem vorgeschlagen.

Eine in den „Hang“ eingebettete und natürlich belüftete Parkgarage generiert 31 Stellplätze,

4 weitere werden als E-Parkplatz auf dem Grundstück angeboten.


Standort

Berlin

Auslober

Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH

Projektpartner

Sweco GmbH

Jahr

2020

Wettbewerb

1. Platz