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1. Platz - Neue Ortsmitte Mönchzell

Höfe in Mönchzell – bewahren und beleben

Konzept:

- Die Hauptstrasse bildet nicht nur wie bisher die Hauptdurchgangs und -verkehrsachse, sondern zukünftig auch die Ortsmitte mit Räumen und Angeboten für das öffentliche Leben

- Das in Mönchzell hervorstechende Motiv des zur Straße offenen Hofes bildet ein starkes Entwicklungspotential

- Aufweitungen des Straßenraumes bieten schon heute Markierungen im straßengeprägten Ortsbild

- Die Mitte bilden die beiden gegenüberliegenden Kirchen mit der historisch wichtigen Anbindung zum „Schloss“ bzw. Hofgut Fellmann

- Diese sich kreuzenden Entwicklungsrichtungen (Hauptstraße Ost-West, Anbindung Hofgut Fellmann und Lobbach-Halle Nord-Süd) verorten eindeutig den neuen Mittelpunkt

- An den Ortsein- und ausgängen bilden jeweils wieder Aufweitungen des Straßenraums mit der Öffnung und Weiterentwicklung der angrenzenden Hofflächen den Auftakt

- Sraßenbegleitendes Parken und selbstverständliche Parknischen werden ergänzt.

- Das „Schloss“ wird neuer kommunaler Verfügungsraum mit dem Erhalt der historischen Gebäude und Schaffung attraktiver Wege und Aufenthaltsflächen

- Die bestehende Backsteinscheune wird als öffentlicher Multifuntionsaussenraum für die verschiedenen Gemeinschaftsaktivitäten im Rahmen des Notwendigen hergestellt (Substanzerhalt und Infrastruktur).

- Den nordwestlichen Abschluss bildet ein Wohnhof mit seniorengerechten 2-3 Zimmer-Wohnungen.

- Das neue Gebäudeensemble am westlichen Ortseingang bietet neben der ortsüblichen Massstäblichkeit und Körnung ebenfalls weiteren barrierefreien Wohnraum und Möglichkeiten für Einzelhandel

- Das alte Rathaus sollte nach einer wünschenswerten Sanierung weiterhin die beiden Verwaltungsbüros enthalten und damit die Integrität von Historie und aktuellem Inhalt fortführen. In seiner Anordnung als repräsentativer Abschluss des für den Kraichgau typischen aufgeweiteten Straßenplatzes wird es durch die Gestaltung der öffentlichen Flächen angemessen herausgestellt.

- Das zur Verfügung stehende Volksbankgebäude könnte ein kommunaler Co-Working/ Co-manufactoring Ort werden, der über die notwendige Bewegungsfreiheit in seinem Vorfeld verfügt.

Straßenraum Ortsmitte

Ein großzügiger Gehwegbereich mit gezielt eingesetzten Grünaspekten macht längere Aufenthalte attraktiver und lädt zum Verweilen ein. Zudem wird durch den neu gestalteten Platz zwischen den beiden Kirchen ein Ort mit besonders hoher Aufenthaltsqualität geschaffen.

In dem neu gestalteten Areal finden sich Bereiche unterschiedlicher Funktion wieder. Die durchgängige Fläche aus Betonpflaster im Reihenverband stellt den für Fußgänger vorgesehenen Bereich dar. Dieser wird durch ein immer wieder unterbrochenes Asphaltband durchzogen und stellt somit die Fläche für den motorisierten Verkehr optisch in den Hintergrund. An Kreuzungsbereichen zieht sich der Pflasterbelag über die Fahrbahn und sorgt durch die Verlegerichtung zusätzlich für erhöhte Aufmerksamkeit der Autofahrer. Es kommt zur Verkehrsentschleunigung, was wiederum auch mehr Sicherheit für den Radverkehr mit sich bringt. Im Bereich des Platzes zwischen den Kirchen wird dieser Effekt durch einen erneuten Belagswechsel verstärkt eingesetzt, um dort eine besondere Signalwirkung zu erzielen Die Fußgängerbereiche sind jeweils barrierearm ausgebildet Übergänge werden grundsätzlich stufenlos hergestellt.

In unregelmäßigen Abständen werden mittels einheimischer Gehölze grüne Akzente gesetzt. Der Straßenraum wird hierdurch zusätzlich aufgewertet bei gleichzeitiger Bewahrung lichten Raums.

Platz Ortsmitte

Durch ihre großzügige Gestaltung wird die Fläche des Platzes zwischen den beiden Kirchen zukünftig vielfältige Nutzungen ermöglichen, Raum für verschiedenste, kleinere Veranstaltungen bieten oder einfach nur zum Verweilen einladen. Beide Straßenseiten wachsen zu einem Freiraum zusammen. Als Raumkante dienen Sitzstufen, die sich in das Gefälle des Platzes einschneiden und eine gemeinsame Mitte zum Aufenthalt für Jung und Alt bilden. Zur Kirche hin werden sie durch eine Treppe ergänzt, um den direkten Gang zur Kirche zu ermöglichen. Ein barrierefreier Zugang ist weiterhin seitlich neben den Sitzstufen möglich.

Kommunaler Raum am „Schloss“

Der öffentliche Raum des Hofgut Fellmann hat eine direkte Verbindungfunktion im Straßenraum inne. Dies wird zum einen durch die Positionierung einheitlicher Gehölze, welche zusätzlich die Achse hervorheben, deutlich, sowie zum anderen durch den Wasserlauf, welcher zusätzlich das natürliche Gefälle nutzt und als Entwässerungsrinne dient. Das Wasserspiel führt die Bürger ebenfalls in Richtung des Lobbachs, der fester Bestandteil von Mönchzell ist.

Das Areal gliedert sich in zwei Teile: privatere bis halböffentliche grüne Höfe rund um die Wohngebäude und einen öffentlichen Teil, der sich zwischen die alten Scheunen harmonisch einfügt. Während der Freiraum des privaten Bereichs durch viel Grün und Bänke, die zum Erholen und Entspannen einladen, geprägt ist, befindet sich vor der ehemaligen Scheune ein großzügiger Hofplatz, der zum Treffen, feiern und Verweilen einlädt. In der wassergebundenen Decke schafft ein Baumdach ein angenehmes Raumgefühl und spendet Schatten in heißen Sommertagen. Hier befindet sich auch ein weiteres Wasserelement, welches Teil des Wasserlaufs ist und spielerisch die Topografie inszeniert.

Standort

Mönchzell

Projektpartner

AAg LöbnerSchäferWeber Freie Architekten BDA

Jahr

2019

Wettbewerb

1. Platz